Othello

frei nach William Shakespeare
Q12 Profilkurs Theater des Pirckheimer-Gymnasiums Nürnberg Theaterlehrerin: Beate Windhorst

Die Jury zur Begründung ihrer Auswahl

Im wirkungsvollen Wechsel zwischen pantomimisch-tänzerischen Szenen, die spielerisch vor allem andeuten und zur Assoziation freigeben, und klar formulierenden Sprechszenen legen die Oberstufenschüler*innen aus der Vorlage von Shakespeare ihre Kernthemen dar, die tragischen Verstrickungen von Liebe und Eifersucht.

Liebe.Eifersucht.Tod. An diese zugegebenermaßen nicht leichten Themen wagt sich der Profilkurs Theater Q12 des Pirckheimer Gymnasiums heran und sucht die theatrale Auseinandersetzung.

Welcher Klassiker lag bei den eingangs erwähnten Themen näher als Othello, jenes berühmte Drama des guten alten Barden, das sicherlich schon tausendfach auf diversen Bühnen, sicherlich auch Schultheaterbühnen, aufgeführt wurde.

Es geht um Liebe. Othello liebt seine Frau Desdemona und sie liebt ihn. Jedoch hat die Liebe bekanntermaßen so ihre Tücken, erst recht wenn Eifersucht und Intrigen hinzukommen. So einfach ist das nämlich nicht mit der Liebe, erst recht nicht, wenn Jago, einer der wohl fiesesten Intriganten im umfangreichen Werk Shakespeares, sein Netz spinnt.

Jago flüstert Othello – dem nicht klar ist, dass sein vermeintlicher Freund sein größter Feind ist – ein, dass ihm seine Frau Desdemona nicht treu sei. Und schnell hat er schlagende Indizien bei der Hand, darunter ein verräterisches

Tuch, das der Bösewicht freilich selbst in den Besitz eines anderen Mannes gespielt hat. So nimmt das Schicksal seinen Lauf: Othello schluckt das Gift der Eifersucht…

Den Spielerinnen und Spielern ging es bei ihrer Arbeit aber nicht darum, das Drama Shakespeares nachzuerzählen. Vielmehr lag der Fokus der Arbeit auf dem Konflikt zwischen den drei Hauptcharakteren des Stückes (Jago, Othello und Desdemona), auf die sich die Produktion schlussendlich konzentriert. In diesem Zusammenhang war es den Schauspielerinnen und Schauspielern wichtig, auch ihre eigenen Erfahrungen zu diesen Themen in das theatrale Spiel mit einzubauen und aktuelle Bezüge herzustellen. Der Fokus der Arbeit lag zum anderen aber auch darauf – neben dem Text – verschiedene Gefühle, Konflikte und Handlungen des Dramas körperlich und bildlich darzustellen und dadurch vielfältig wahrnehmbar zu machen.